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Zahlt die Krankenkasse für meinen Patientenlift?

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Diese Frage wird oft gestellt. Sie ist nicht so einfach zu beantworten.

Einige Patientenlifts sind in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen und werden von der zuständigen Krankenkasse zur Verfügung gestellt. Das heißt: wenn ein Patientenlift im Lager vorhanden ist, wird dieser an den Patienten ausgegeben, sollte kein Lift vorhanden sein, wird ein neuer beschafft.

In das Hilfsmittelverzeichnis werden nur mobile Lifts aufgenommen. Fest installierte Systeme, z.B. an der Decke montierte Deckenlifts fallen nicht in die Leistungspflicht der Kassen. Es können nur bewegliche Liftsysteme die nicht mit dem Gebäude verbunden sind von der Krankenkasse bezogen werden. Mobile Lifts und Deckenlifts an frei beweglichen so genannten Ständeranlagen werden von der Kasse genehmigt.

Unter www.rehadat.de kann sich der Arzt ein passendes Hilfsmittel suchen und dann auf dem Rezept die Hilfsmittelnummer verschreiben. Die Suche ist bei der Menge der Hilfsmittel nicht immer einfach. Da empfiehlt es sich nach geeigneten Geräten im Internet zu suchen oder die Beratung von einem Sanitätshaus oder dem Medizinischen Dienst in Anspruch zu nehmen und dann die Suche nach dem Hersteller im Hilfsmittelverzeichnis durchzuführen.

Auf einem Rezept muss dann nur die Hilfsmittelnummer (Positionsnummer) stehen und eine Begründung für die Notwendigkeit der Verschreibung.
Zum Beispiel: zur Durchführung der täglichen Hygienehandlungen ist das Produkt XYZ mit der Hilfsmittelnummer 123 notwendig. Oder: zum Verlassen der Bettes und der Mobilisierung des Patienten ist das Produkt ZYX notwendig.
Ist ein spezielles Hilfsmittel notwendig, empfiehlt sich die genaue Beschreibung auf dem Rezept. Fehlt diese, wird möglicherweise ein vergleichbares, ähnliches Gerät aus dem Krankenkassenlager gestellt.

Jeder Krankenversicherte hat einen Anspruch auf diese Hilfsmittel, wenn diese erforderlich sind um den Erfolg der Behandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit diese Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind. Nach geltender Rechtslage sind die Krankenkassen für die Versorgung Versicherter mit Hilfsmitteln unabhängig davon verpflichtet, ob sie im Heim oder in der eigenen Wohnung leben.

Allerdings endet die Versorgungsverpflichtung der Krankenkassen dort, wo bei vollstationärer Pflege die Pflicht des Heimträgers auf ausreichende Versorgung der Heimbewohner mit Hilfsmitteln einsetzt. Die Heime müssen daher das für eine leistungsfähige und wirtschaftliche vollstationäre Pflege notwendige Inventar zur Verfügung stellen.

Patientenlifts sind bei der vollstationären Pflege in einem zugelassenen Pflegeheim grundsätzlich nicht von der GKV, sondern vom Heimträger zur Verfügung zu stellen.

Patientenlifts in der häuslichen Pflege werden von der GKV zur Verfügung gestellt.

Wartung, Service und Instandsetzung dieser Hilfsmittel wird von den Besitzern getragen. Im Pflegeheim hat der Heimträger, im privaten Bereich die Krankenkasse die Kosten für diese Leistungen zu tragen.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach unter: office@horcher.com

Quellen: Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen, Gemeinsame Verlautbarung der Spitzenverbände der Krankenkassen vom 27.3.2007, Medizinproduktegesetz, Hilfsmittelverzeichnis Rehadat

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